Transplantationsversorgung: Neues Organ – und was dann?
“It is time to reposition transplantation not as a niche intervention, but as a strategic health system function—one that must align with global goals regarding NCDs, climate resilience, and pandemic preparedness.”
(The ESOT–Lancet Commission on Transplanta’on, The Lancet, 2025)
In Deutschland warten über 8.500 Menschen auf ein Spenderorgan – doch selbst nach einer erfolgreichen
Transplantation bestehen erhebliche Versorgungslücken. Die DGIV greift dieses Thema auf, weil gerade
die Nachsorge und die langfristige Begleitung bisher nicht im Fokus der politischen Reformagenda
stehen. Während die Debatte häufig auf die Erhöhung der Spenderzahlen fokussiert, werden die Bedarfe
nach erfolgreicher Organtransplantation zu wenig beachtet. Dabei erfordert gerade diese Phase ein
durchgängig integriertes, interprofessionelles und sektorenübergreifendes Versorgungskonzept. Es muss
das Ziel sein, integrierte Versorgungsansätze stärker in die Transplantationsmedizin einzubinden.
Dr. Michael Meyer, Generalsekretär DGIV e.V.
